Wer in einer Krise nicht schnell handelt, hat fast verloren


Eine Erkenntnis aus der Luftfahrtbranche, die sich im Grunde auf alle Branchen übertragen lässt. Lesen Sie mehr!

Ein Interview mit Matthias Burkard, Berater für Krisenkommunikation

Effizient kommunizieren
Tagtäglich werden Unternehmenskrisen in Medien thematisiert – und zwar ganz unabhängig von den immer noch sehr präsenten Auswirkungen der Coronapandemie. Ob Hackerangriffe, Umweltkatastrophen, Brände, Streiks, Terrorangriffe oder Überfälle: Krisen sind allgegenwärtig und treten in jeder Branche auf. Fakt ist: Nur wenige Branchen haben eine so hohe Sicherheitssensitivität wie die Luftfahrtbranche. Matthias Burkard, Experte für Krisenkommunikation in der Luftfahrt, hat uns im Interview Tipps aus seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung mitgegeben und verraten, wie Unternehmen aus allen Sektoren von der Luftfahrtbranche lernen können – denn der richtige Ansatz des Krisenmanagements lässt sich auf alle Branchen übertragen.
Kommunikationskrisen

„Bei einem Flugzeugabsturz ist der Druck auf das Krisenmanagement enorm. FACT24 hat uns geholfen hier an Tempo in der Kommunikation und Koordination mit dem Team zu gewinnen und das war entscheidend.“

Matthias Burkard, Berater für Krisenkommunikation in der Luftfahrt und ehemaliger Verantwortlicher Krisenmanager einer international renommierten Airline

Kurzprofil: Matthias Burkard

Krisenkommunikation ist seine Expertise und seine Aussagen beruhen auf über 20 Jahren Erfahrung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Branchen Energie, Logistik sowie Transport.

Krisen sind allgegenwärtig und kommen in jeder Branche vor. Welche Vorbereitungen empfehlen Sie in der Praxis anderen Unternehmen, um sich auf Krisen vorzubereiten?

Burkard: Da gibt es natürlich viele Aspekte, aber ein entscheidender ist sicherlich die technisch-organisatorische Vorbereitung: Wie erreiche ich mein Team – und wie alle Mitarbeiter? Wo arbeitet mein Krisenstabsteam im Fall einer Krise? Kann man sich auf die Technik verlassen? Bin ich noch arbeitsfähig, wenn das Internet zusammenbricht? Wer diese Fragen positiv beantworten kann, hat eine gute Grundlage für erfolgreiches Krisenmanagement geschaffen. Dabei geht es nicht nur um interne Akteure, sondern auch um externe Zielgruppen wie Journalisten, Stakeholder etc. Wen es zu berücksichtigen gilt, sollte für bestimmte Krisenszenarien im Vorfeld definiert werden.

Das Herzstück Ihrer Arbeit ist die Krisenkommunikation selbst. Was können Sie über die Bedeutung im Krisenmanagement sagen?

Burkard: Kommunikationsstrategie nimmt natürlich eine sehr wichtige Rolle ein. Meiner Meinung nach ist sie gleichwertig zur technisch-organisatorischen Vorbereitung des Krisenmanagements zu behandeln. Die Vorbereitungen für die Kommunikation – nach innen und außen – sollten lange vor der Krise beginnen. Analysieren Sie vorab, wie das Image Ihres Unternehmens ist, überlegen Sie sich, wie sie es krisenfester gestalten können und richten Sie die Kommunikations- und Marketingmaßnahmen kontinuierlich und konsequent darauf aus. Es gibt Images, die sind krisentauglicher und solche, die sich weniger dafür „eignen“. In der Krisensituation profitiert man immens von dieser Vorarbeit. Als Unternehmen muss ich ein Image der Verlässlichkeit aufbauen. Fragen wie „Wie positioniere ich mich?“, „Wie reagiere und kommuniziere ich?“ müssen vorab geklärt und implementiert sein und in der alltäglichen Kommunikation des Unternehmens gelebt werden.

Wo sehen Sie aktuell die größte Herausforderung in puncto Krisenkommunikation für Unternehmen?

Burkard: Die Kommunikation selbst ist und bleibt ein Handwerk, das auf sehr viel kleinteiliger und alltäglicher Erfahrung in der Vermittlung von Interessen beruht. Zugleich ist ein digitales Krisenmanagement aus der heutigen Sicht nicht mehr wegzudenken, um das große Ganze zu organisieren, denn Krisen sind immer komplexe Situationen. Gerade wenn ich an meine ersten Jahre als Kommunikationsberater zurückdenke, ist es großartig zu sehen, was heute möglich ist und wie das die Arbeit der Krisenmanager erleichtert. Am Ende können Krisen dadurch besser gemeistert werden, denn die Digitalität hilft flexibel zu bleiben und reduziert Komplexität. Durch die Digitalisierung hat sich die Kommunikation immens beschleunigt. In der Krisensituation müssen wir diesem Tempo standhalten und sind gezwungen, die Meinungsführerschaft zu behalten. Das geht nicht ohne optimale technische Vorbereitung.

Sie haben noch nicht genug vom Thema „Krisenkommunikation“? Dann hören Sie passend dazu in unseren Podcast hinein.

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